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Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)

Stand: Juli 2026 · Bezug: Art. 32 DSGVO

Dieses Dokument beschreibt die technischen und organisatorischen Maßnahmen der Plattform mandari (Session, Work, Insight). Es dient als Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag (Muster-AVV).

1. Vertraulichkeit

Zutritts- und Zugangskontrolle

  • Hosting in einem europäischen Rechenzentrum. Zugriff auf Server nur per SSH mit Schlüssel-Authentifizierung.
  • Anmeldung an der Anwendung mit E-Mail-Adresse und Passwort, optional TOTP-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Rate-Limiting gegen Brute-Force (5 Versuche je 15 Minuten), Sitzungs- und Geräteverwaltung je Konto.

Zugriffskontrolle (Berechtigungskonzept)

  • Mandantenfähigkeit mit strikter Datenisolation je Kommune und Organisation. Alle Abfragen sind mandantengebunden.
  • Feingranulares Rollen- und Rechtesystem. Session: unter anderem Nutzerverwaltung, Einstellungen, Sitzungsgelder, nicht-öffentliche Sitzungen. Work: über fünfzig Berechtigungen.
  • Bankdaten sind zusätzlich auf die Sitzungsgeld-Berechtigung beschränkt, nicht-öffentliche Inhalte auf eigens berechtigte Rollen.

Verschlüsselung

  • Transport: ausschließlich TLS (HTTPS, HSTS).
  • Speicherung sensibler Felder: AES-256-GCM mit mandantenspezifischen Schlüsseln, die ihrerseits mit einem Master-Key verschlüsselt sind (Schlüsselhierarchie, Crypto-Shredding beim Löschen eines Mandanten).
  • Verschlüsselt gespeichert werden unter anderem Kontaktdaten, Bankdaten, nicht-öffentliche Protokollteile und interne Notizen.

2. Integrität

  • Revisionssicheres Audit-Log je Mandant: alle relevanten Änderungen (Erstellen, Ändern, Löschen, Freigaben, Exporte, Einladungsversand) mit Nutzer, Zeitstempel und IP-Adresse. Einträge sind unveränderbar und nicht einzeln löschbar.
  • Verschlüsselte Feldinhalte erscheinen im Audit-Log niemals im Klartext.
  • Vier-Augen-Prinzip bei der Genehmigung von Sitzungsgeldern.

3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit

  • Tägliche automatisierte Datenbank-Backups mit definierter Aufbewahrung.
  • Infrastruktur als Container (reproduzierbare Deployments), getrennte Staging- und Produktionsumgebung.
  • Monitoring der Sync- und Hintergrunddienste (Watchdog), öffentliche Statusseite.

4. Löschung und Datenminimierung

  • Konfigurierbare Aufbewahrungsfristen je Datenart und Mandant. Nachweisbar auditierter Anonymisierungs- und Löschlauf über die Anwendung oder die Kommandozeile. Details im Löschkonzept.
  • Betroffenenauskunft als strukturierter Export (Art. 15 DSGVO).
  • Öffentliche Schnittstellen (OParl-API, öffentliche Fraktions-API, Kalender-Feeds) liefern ausschließlich als öffentlich gekennzeichnete Inhalte. Opake Zufalls-Tokens statt personenbezogener URLs.

5. Organisatorische Maßnahmen

  • Prinzip der geringsten Rechte bei der Rollenzuweisung (Standardrollen mit abgestuften Rechten).
  • Einladungsbasierte Konten, keine Selbstregistrierung in Mandanten.
  • Quelloffener Code, überprüfbare Sicherheitsmaßnahmen.
  • Regelmäßige automatisierte Testläufe inklusive Berechtigungs- und Mandanten-Isolationstests vor jedem Release.

6. Weisungs- und Kontrollrechte des Auftraggebers

  • Der Auftraggeber (Kommune) steuert Rollen, Fristen und Veröffentlichungen selbst in der Anwendung.
  • Export aller Daten über dokumentierte Schnittstellen (OParl, CSV, JSON). Keine Anbieterbindung.